OP-Methode

 

Vor der Trichterbrust-OP

Vor der Trichterbrust-OP

Bei der Operation der Trichterbrust wendet Dr. Onur Tarhan die sogenannte Nuss-Technik an. Bei dieser, nach ihrem Erfinder, dem US-Chirurgen Dr. Donald Nuss benannten OP-Methode, wird eine Stützplatte aus Stahl in den Brustkorb implantiert. Der Eingriff erfolgt minimal-invasiv, also durch kleine Einschnitte an der Seite des Brustkorbs, und dauert nur circa 60 Minuten. Im Vergleich zur früheren, offenen Methode bleibt so das Brustbein unversehrt und es kommt kaum zu einem Blutverlust während der Operation. Auch die Narbenbildung fällt deutlich geringer aus, was das kosmetische Ergebnis weiter verbessert. Bei Allergikern kann alternativ auch eine Stützplatte aus Titan eingesetzt werden, die individuell angefertigt wird.

 

Unmittelbar nach der OP

Unmittelbar nach der OP

Die Aufgabe der Stützplatte ist es, die nach innen gewölbte Brust kontinuierlich nach außen zu drücken. Die Platte wird dazu vor der Operation individuell an den Körper des Patienten angepasst. Nach zwei bis drei Jahren bleibt der Brustkorb der Patienten dauerhaft nach außen gewölbt. Die Stützplatte kann dann im Rahmen eines kurzen Eingriffs, ebenfalls minimal-invasiv, wieder entfernt werden.

 

Bei einer erheblich asymmetrischen Trichterbrust wird die Thoraxasymmetrie durch eine eigene Modifikation der Nuss-Technik wesentlich besser korrigiert oder ganz aufgehoben.

 

Die Operation erfolgt unter Vollnarkose. Bereits wenige Stunden nach der OP können die Patienten das Bett verlassen. Eine Rückkehr nach Hause ist schon nach einigen Tagen möglich. Zwei bis drei Monate nach der Operation können die Patienten ihre Alltagstätigkeiten wieder aufnehmen. Dazu war bei früheren OP-Techniken meist ein halbes Jahr oder länger erforderlich.

 

Einige Monate nach der OP

Einige Monate nach der OP

Ergänzend zur Operation der Trichterbrust bietet Dr. Tarhan auch die Korrektur des Rippenbuckels an, der bei manchen Patienten als Folge einer Trichterbrust auftritt. Hier hat Dr. Tarhan eine eigene Operationstechnik entwickelt, die das kosmetische Ergebnis weiter verbessert.

 

Auch Patienten mit einer Kielbrust können von Dr. Tarhan operiert werden. Hierbei wendet er eine minimal-invasive Methode (die sogenannte umgekehrte Nuss-Methode) an, die er um eine eigene OP-Technik ergänzt. Dadurch wird eine vollständige Korrektur der Deformation erreicht. In einigen Fällen wird die sogenannte Sternum-Umkehrplastik angewendet (lateinisch: Sternum = Brustbein). Sämtliche Operationen finden in der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim in Frankfurt am Main statt.

 

Worauf Patienten bei der Nachsorge achten sollten, erfahren Sie hier.

 

 

Bei Trichterbrust-Erkrankungen mit asymmetrischem Thorax wendet Dr. Tarhan die modifizierte bzw. erweiterte Nuss-Technik an.
Auf diese Weise kann die Asymmetrie nahezu vollständig korrigiert werden.

 

Asymmetrischer Thorax, vor der OP

Asymmetrischer Thorax, vor der OP

Korrigierter Thorax, nach der OP

Korrigierter Thorax, nach der OP

Fachbegriffe

Hier finden Sie eine kurze Erklärung häufig verwendeter Fachbegriffe:

 

CT / Computertomographie:
Bildgebendes Verfahren in der Radiologie

 

Kielbrust / pectus carinatum:
Kielförmige Wölbung des Brustkorbs nach außen

 

minimal-invasive Chirurgie:
Chirurgische Eingriffe mittels kleinster Schnitte

 

Nuss-Methode:
OP-Technik nach Dr. Donald Nuss

 

Pectus (lat.):
Brust

 

Sternum (lat.):
Brustbein

 

Thorax (griech.):
Brustkorb

 

Trichterbrust / pectus excavatum:
Trichterförmige Wölbung der Brust ins Innere des Brustkorbs